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Das Athesinus Consort Berlin wurde 1992 aus der Beschäftigung mit Alter Musik heraus von Klaus-Martin Bresgott gegründet. Als Doppelquintett mit solistisch ausgeprägter Individualität erarbeitet das professionelle Ensemble unter der Leitung seines Gründers vornehmlich die A-cappella- und continuounterlegte Literatur der Spätrenaissance und des Barock sowie regelmäßig Werke der Moderne, wodurch es regelmäßig zu Uraufführungen kommt. Die Mitglieder, erfahrene KonzertsängerInnen, die auch im Collegium Vocale Gent, dem SWR Vokalensemble, dem Balthasar-Neumann-Chor und dem RIAS-Kammerchor sowie auf der Bühne des Deutschen Theaters Berlin, bei Sasha Waltz & Guests und anderen tätig sind, eint die Lust am auslotenden Sprachbild und den beziehungsreich agierenden Künsten.

Neben gezielten kompositorischen Schwerpunkten verschreibt sich das Athesinus Consort Berlin ausgesuchten Themenkreisen, in denen die jeweiligen Texte konstituierendes Moment sind. Klassisch gelehrte Konzertprinzipien treten dabei in den Hintergrund und geben einer individuell bewegten Form den Vorzug, in deren Mittelpunkt synästhetisch verflochtenes Darstellen und Erleben steht. Beispielhaft steht hier die Zusammenarbeit mit dem Pantomimen Klaus Franz und dem Percussionisten und Geräuschzauberer Michael Metzler.

einige Programme in Auswahl:

„Wurzeln und Flügel – Reformation und Musik in der Gegenwart“
"Psalmen und Prophetien"
„Choral:gut! – die schönsten Lieder der Alten im neuen Gewand“
"... aber mein Herz ist wach"
„Ich hört ein Bächlein rauschen – auf den Spuren der Romantik“
"Ich wollt, dass ich daheime wär - Hugo Distler"
"Lieb, Leid und Zeit und Ewigkeit"
"Preußens Glanz und Sachsens Gloria – musikalische Edelsteine deutscher Residenzen"
"Kein Freud ohn Dich – vielerlei Gesäng um 1600"
"...und ich sah einen neuen Himmel"
"desiderium cantandi"
"...des Himmels und der Erden."
"gaudium cantandi"
"If music be the food of love"

2016 widmet sich das Athesinus Consort Berlin im Zuge der 2014 erschienenen CD "Perlmuttfalter" dem Schaffen des Berliner Komponisten Frank Schwemmer (*1961) und seiner aktuellen Auseinandersetzung mit dem Werken Johann Hermann Scheins und Heinrich Schütz´ sowie dem Hohelied im Kontext der Vertonungen der Moderne.

Fasziniert von der mystisch schöpferischen Sprachkraft Martin Luthers arbeitet das Athesinus Consort Berlin außerdem mit dem Liedschatz der Wittenberger Nachtigall und dessen Klangbildern der vergangenen 500 Jahre.